Mallorca - Alcudia: 13. Juni 2010
Bereits um 11:00 telefonierten wir Flieger untereinander. Es lag mal wieder etwas in der Luft und irgendwie prickelnd. Als wir durchs Fenster, hinauf zum Himmel schauten, sah es nicht gerade einladend aus.
Doch die Erfahrung zeigte uns in der letzten Zeit, dass im Süden der Insel es nicht zum Fiegen gehen kann und im Norden der Insel, absolutes Flugwetter herrscht. Also, ab ins Auto und los nach Acudia.
Je Näher Alcudia kam, je dunkler wurde auch der Himmel. Aber das konnte doch nicht sein, sagten wir uns noch. Der Wetterbericht hatte doch was ganz anderes vorausgesagt.
Und tatsächlich sahen wir hoch über dem Berg, bei den Antennen, zwei Gleitschirmflieger. Angekommen an unserem Treffpunkt, luden wir die Flugsachen in Barnys Transporter und fuhren hoch zum Berg.
Dieser Berg gefällt mir persönlich sehr gut, denn man kann mit dem Auto bis zum Startplatz fahren. Meist stehen unten immer noch ein bis zwei Autos und somit Schutteln wir uns gegenseitig hoch, denn nach unten können wir ja fliegen.
Oben angekommen, war auch schon die dunkle Wolkenfront am Vorbeiziehen und der Wind kam sehr gut zum Starten (Nord/Ost). Ganz schnell stellten wir fest, dass wir auf die Aufwinde aufpassen mussten, denn diese können sehr gefährlich sein. Unerfahrene Piloten sollten immer versuchen in Begleitung von einheimischen Fliegern zu starten. Alles andere wäre zu gefährlich. Ein absolutes "MUSS-KÖNNEN" und insbesondere auf Mallorca, ist das Rückwärtsstarten. Leider sind die Startplätze oft felsig und zu kurz.
Thomas und Julia, zwei ganz nette Menschen aus Palma und selbst Flieger, waren auch schon da und Wir fackelten nicht lange. Alle begannen sich in ihre Gurtzeuge hineinzugurten. Andrea, hatte für unser Wohlbefinden gesorgt und überraschte uns mit leckeren kleinen Broten, belegt mit Frikadellchen, gefüllt mit Schafskäse. Salat und zu Trinken gab es auch. (mhhhhhhhhhh...)
Heute also Fleischbällchen ohne Curry (lach, lach......). (lest auch...Ein Tag an der Klippe ), dann versteht ihr auch die Geschichte mit dem Curry.
Während wir noch alle mit dem Angurten und Auspacken zu Gange waren, kamen noch zwei weitere Autos den Berg hochgefahren und zwei Mädels stiessen zu den Fliegern hinzu. Perfekter konnte es doch gar nicht sein.
Nach fast zwei Stunden waren alle herausgestartet und wir waren mal wieder die letzten. Normalerweise kein Problem, aber warum soll denn bei uns auch immer alles klappen?
Zunächst versuchten wir von der Nordseite aus zu starten - aber der Wind kam von der verkehrten Richtung. Also, Berg hinauf und zum anderen Startplatz, Richtung Osten. Oben angekommen, kam dort der Wind aus der Richgung, wo wir hätten vorher starten können. Also, wieder zurück. Ich, kein Bock mehr - Schorsch ganz cool und oben stand keiner mehr. Na toll, "wie sollen wir jetzt herunterkommen", fragte ich. "Was für eine blöde Frage, na fliegend", meinte Schorsch. Klar doch, bei fast keinem Wind, dachte ich mir. Würden wir also jetzt nicht starten, dann hätte uns einer wieder mit dem Auto oben abholen müssen - das wollten wir beide aber nicht, denn wir wollten ja Fliegen.
Irgendwie hatten wir uns dann doch nochmals in die Tandemausrüstung eingeschnallt und Schorsch erwischte den einzigartigsten Moment - der Wind kam gerade super von vorne - uuuuuuuuuuuuuund, wir waren in der Luft.
Ein genialer Flug, kann ich euch sagen. Wir stiegen und stiegen, drehten unsere Runden über die wunderschöne Bucht von Alcudia. Am Landeplatz warteten unsere Freunde und als wir alles zusammengepackt hatten, ging es noch zum Tappern.
Im Großen und Ganzem - ein gelungener Sonntag.
Danke an:
Barny, Andrea, Thomas, Julia, Oscar & Crew.
Sara & Schorsch (hier gibt es bilder dazu)
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